Einiges neu und: „The Future is Female!“

Liebe Leserinnen,

lange habt Ihr nichts mehr von mir gehört. In den letzten Monaten hat sich sehr viel in meinem Leben verändert, und es war und ist nicht einfach, mit all dem umzugehen. Die erste Konsequenz, nachdem es jetzt soweit ist, dass ich alles ein wenig verarbeiten kann, ist, dass mir aufgefallen ist, wie wenig mir mein Blog noch passt. Nach achteinhalb Jahren und einer Lernkurve für mich und der Entwicklung in der Community fühlt er sich einfach nicht mehr richtig an.

Daher habe ich einiges geändert. Visuell, wie Ihr wohl auf den ersten Blick bemerkt habt. Und inhaltlich: ich habe die ganze Sache mit der Liste herausgenommen, auch die persönliche Rangliste. Dort ist so lange nichts mehr passiert, dass ich mir denke, niemand wird es vermissen. Nichtsdestotrotz habe ich sie noch und werde sie weiterhin abarbeiten, nur eben nicht mehr als erstes Ziel.

Das erste Ziel wird von nun an sein, alles zu lesen, wovon ich denke, dass es mir hilft: mich weiterbringt, mich tröstet, mich aufregt, mich zum Lachen bringt… Ihr wisst schon. Und dann werde ich ein neues Fass aufmachen: feministische Literatur. Ich möchte mich da weiter bilden. Es ist ja nicht so, als habe ich bisher nicht viel Literatur von und für Frauen gelesen (mehr als ein Drittel der besprochenen Bücher), aber ich möchte mehr in die Theorie gehen, so dass ich in bestimmten Situationen mehr Rüstzeug habe.

Ich hoffe, Ihr werdet mich alle weiterhin begleiten (so viel wird sich ja nicht ändern) und freue mich, wenn Ihr weiter dabei seid. Und nun zu meinem ersten, nicht so ganz gelungenen Versuch:

Hrsg.: Scarlett Curtis: „The Future is Female!“

Diesen wunderschön pinken Band (die Farbe heißt ‚Baker-Miller-Pink‘, was es damit auf sich hat, berichtet einer der Beiträge) habe ich mir zugelegt in der Hoffnung, hier einen Einstieg in die feministische Literatur zu bekommen. Es handelt sich um einen Band, der aus zahlreichen Beiträgen von hauptsächlich jungen Frauen besteht, und was Feminismus für sie bedeutet.

Er ist in mehrere Teile unterteilt: Erleuchtung, Zorn, Freude, Zeit für ein bisschen Poesie, Aktion, Bildung, abgerundet von einer Lektüreempfehlung von Emma Watson und einem „Was als nächstes kommt“ der Herausgeberin Scarlett Curtis.

Es waren einige interessante Beiträge dabei. Doch ich muss für mich sagen, ich hätte genauer hingucken sollen. Dieser Band richtet sich an junge Frauen, die sich vielleicht noch gar nicht mit dem Thema auseinander gesetzt haben. Die Beiträge haben mir sicherlich ein wenig geholfen, aber im Großen und Ganzen war ich nicht die Zielgruppe.

Daher werde ich Folgendes tun: Ich werde ihn in der nächsten Woche zu unserer kleinen Bibliothek tragen und die Damen und Herren dort bitten, es in ihren Bestand aufzunehmen, damit er hoffentlich der einen oder anderen jungen Dame oder dem ein oder anderen jungen Herrn helfen möge, sich neue Gedanken zu machen, sich nicht allein zu fühlen, neue Projekte zu finden oder was auch immer er inspirieren mag.

Hrsg.: Scarlett Curtis: „The Future is female!“. Erweiterte deutsche Erstausgabe. Verlagsgruppe Random House GmbH, München, 2018. OA: „Feminists don’t wear pink and other lies. Amazing women on what the F-word means to them.“ Penguin Books UK, 2018. 414 Seiten.

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